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Vom Schießplatz zum Friedhof

bei M22 in der Markusgemeinde



Quelle: Markuskirche Stuttgart

Am Montag, 22. Oktober, 20 Uhr, hält im Saal unter der Empore Dr. Bertram Maurer einen Vortrag zu seinem jüngst erschienen Buch „Vom Schießplatz zum Friedhof“ über den Dornhaldenfriedhof.

Bis zum Jahr 1969 wurde an dem Ort, wo heute der Dornhaldenfriedhof ist, scharf geschossen – heute noch erkennbar an zwei begrünten Längswällen. Um das Jahr 1900 schossen hier 300 bis 400 Soldaten täglich in Richtung Wald. Der Schießplatz verfügte über neun Schießbahnen von jeweils 400 Metern  Länge. 

Das  Garnisonsschützenhaus  (erbaut  1893/94)  beherbergte  die  Kantine  und  die Offizierszimmer. In einem Anbau waren Scheibenwerkstatt und in Hilfsgebäuden Pferdestall, Waschküche  sowie  Magazine  für  Geräte,  Zielscheiben und  Pulver  untergebracht.  Auch  zur  Weimarer
Republik  wurde  das  Gelände  entsprechend genützt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden auf der Maschinengewehrbahn Todesurteile vollstreckt. Nach dem Krieg wurde weiter geschossen. Die Polizei und amerikanische Soldaten übten dort, danach auch die Bundeswehr.

1970  hat  die  Stadt  Stuttgart  das  Gelände  vom Bund gekauft für einen neuen Friedhof, da es auf dem Waldfriedhof nebenan, eng wurde. Er sollte der modernste seiner Zeit werden. Das Konzept funktionierte leider nicht. Heute sind nur 750 Gräber von vorhandenen 4400 Plätzen belegt.


„Die Dornhalde – vom Schießplatz zum Friedhof“ von Bertram Maurer , erhältlich bei Buch im Süden (Böblinger Str. 151) und in der Markus Buchhandlung (Filderstr. 29).


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