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Humanistisches Zentrum

Zum 200. Geburtstag von Albert Dulk



Quelle: Humanistisches Zentrum

Anlässlich des 200. Geburtstages von Albert Dulk in diesem Jahr und des kommenden 175. Jubiläums der Gründung ihres Verbandes im nächsten Jahr erinnern sich die Humanisten einer ihrer markanten Gründerpersönlichkeiten und ihrer frühen Organisationsgeschichte am Montag, 18. November 2019 , 18.30 Uhr.

Heiner Jestrabek (Herausgeber von Dulks ausgewählten Schriften und einer Biographie) referiert in Form einer PPT.-Präsentation über Leben und Werk des Schriftstellers, Dramatikers, 1848/49-Revolutionärs, Philosophen, Orientreisenden, Sozialdemokraten und Gründers der ersten Freidenker-Gruppe Deutschlands in Stuttgart 1882, der mit seinen Ehefrauen und Kindern in Stuttgart und Untertürkheim lebte.

 

Der große und gutaussehende Mann war rhetorisch sehr gewandt und besaß einen großen Bekanntheitsgrad. Er füllte die Stuttgarter Liederhalle bei seinen kirchen- und religionskritischen Vorträgen und kandidierte in der Zeit der Sozialistengesetze für die Landtags- und Reichstagswahlen für die verbotene Sozialdemokratie und musste wegen „Religionsschmähung“ 14 Monate ins Gefängnis.
 

In Württemberg gab es schon seit 1845 eine dissidentische „Deutschkatholische Gemeinde“, die sich später „Freireligiöse Gemeinde“ nannte. 1881 nahm Albert Dulk am Gründungskongress des „Deutschen Freidenkerbund“ in Frankfurt/ Main teil. Der Kongress begründete die neue Organisation in Konkurrenz zu den freireligiösen Gemeinden, weil diese „die Eierschalen ihres kirchlichen Ursprungs noch zu sichtbar an sich ... tragen“ und „ihre inneren Gebräuche zu lebhaft an diejenigen der Kirche erinnern“ würden. Die Begriffe „deutsch-katholisch“ und „frei religiös“ seien schon ein Widerspruch in sich selbst. Freireligiöse definierten sich fortan als „frei in der Religion“, Freidenker als „frei von Religion“. Dennoch arbeiteten sie zusammen und viele waren Mitglied in beiden Organisationen. Im Jahr 1914 benannten sich die Freireligiösen in Württemberg um in „Württembergischer Freidenker- und Monistenbund“. Doch 1933 wurden die Organisationen sowohl der Freidenker wie auch die der Monisten und Freireligiösen von den Nazis verboten und enteignet. Der Neuanfang gelang dann bereits 1947 Freidenkern und Freireligiösen bzw. Monisten gemeinsam zunächst unter dem alten Traditionsnamen Freireligiöse Landesgemeinde Württemberg. 1953 erhielt dieser Verband seine alten Körperschaftsrechte vom Staat wieder und benannte sich dann 2003 um in „Die Humanisten Württemberg“. 2013 erfolgte unter dem Namen „Die Humanisten Baden-Württemberg, K.d.ö.R.“ die Ausweitung auf das ganze Bundesland.

      

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Mehr Informationen erhalten Sie gerne telefonisch unter 0711 – 649 37 80 oder unter www.dhuw.de.


Humanistisches Zentrum Stuttgart, Mörikestraße 14, 70178 Stuttgart

 

 



 

 

 


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