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Rücksicht und Gemeinschaft

Spielen in der Unteren Straße 2019



Quelle: Daniel Link

Das Jugendamt koordiniert seit den 1990er Jahren an verschiedenen Orten in Stuttgart das „Spielen auf der Straße“.

Im Stuttgarter Süden wurde am 25. Juli zum dritten Mal die Untere Straße belebt, und auf die gemeinsame Nutzung der Spielstraße inklusive einer kleinen Spielfläche mit Bänken hingewiesen. Denn Kinder und Familien haben in der Stadt wenig Platz, deshalb sollen solche Flächen und Spielstraßen mit Rücksicht genutzt werden. Sowohl von den Kindern, Familien und Anwohner*innen als auch von den Verkehrsteilnehmer*innen wie Auto- und Fahrradfahrern.
 

An jedem Ort gibt es unterschiedliche Veranstalter: Im Süden sind dies das IB-Stadtteilprojekt „KUGEL“, das Jugendhaus Heslach und die Mobile Jugendarbeit (MJA) Süd. Mit freundlicher Unterstützung durch den Bezirksbeirat Süd.
 

Neben Malen und Basteln sowie bewährten Straßenspielen gab es als Highlight Heliumluftballons und ein gemeinsames Grillen. Die Brötchen dafür kamen als Spende von den anliegenden Bäckern, nachdem Madleen Kroener von der MJA Süd diese freundlich angefragt hatte. Am Grill standen Martin Wiltschek und Max Knotz vom Jugendhaus. Neben fröhlichen Kindern an diesem heißen Tag gab es auch ernsthafte Gespräche mit und unter den Anwohnern. Von vielen wurde die Aktion gelobt und sie freuen sich schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Allerdings meinte eine Anwohnerin auch, dass in der Unteren Straße mehr und öfter auf die richtige Nutzung der Spielstraße geachtet werden sollte: „Ich sehe heute Leute langsam und vorsichtig durchfahren, die an jedem anderen Tag viel zu schnell durch die Straße brettern. Da ergeben sich gefährliche Situationen für die Kinder.“ Das Spielen im verkehrsberuhigten Bereich (VBB) der Unteren Straße war gut gelungen, leistet aber nur einen kleinen Teil um die Anwohner zusammenkommen zu lassen. Die Verkehrsordnung sieht vor, dass in Spielstraßen, die mit den blau-weißen Schildern ausgewiesen sind, in Schrittgeschwindigkeit gefahren wird. Das bedeutet vier bis sieben km/h.
 

Deshalb empfindet es Daniel Link vom Projekt KUGEL als wünschenswert und wichtig, dass die Anwohner in den Prozess einbezogen werden, wenn die Spielstraße und -fläche umgestaltet werden - was für 2020 vorgesehen ist.

 


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