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Mitten im Heusteigviertel

Streifzug durch 100 Jahre "Mittelstraße 16"



Iris Lemanczyk hat ihr Buch "Mittelstr. 16" für alle alten und neuen Fans des Quartiers vorgelegt. Es spielt im Heusteigviertel, eben in der Mittelstraße.

Das Haus ist 100 Jahre alt und anhand dessen zeigt die Autorin, wie sich das Wohnen und damit das Leben in den letzten hundert Jahren verändert hat - durch Menschen und ihre Geschichten. Es ist ein erzählendes, genererationsübergreifendes Sachbuch, ein lebendiger Museumsbesuch zwischen Buchdeckeln.

 

Iris Lemanczyk, Mittelstraße 16, Ein Streifzug durch 100 Jahre Leben und Wohnen, Horlemann Verlag, 19,90 Euro.

 

In den 1920ern: Elly Bühner, 14 Jahre, muss Vierecke aus der Zeitung ausschneiden, die als Klopaper benutzt werden. Hier hat jede Wohnung ein eigenes Klosett. Das ist der neuste Schrei. Und angenehm. In unserer letzten Wohnung gab es ein Häuschen auf dem Hof.

 

In den 1950ern: Emma Wellinger, 38 Jahre: Ich hab den Laden von meinem Vater übernommen. Denn Vater und alle unsere Männer sind im Krieg geblieben. Wenigstens ist dem Haus und damit auch dem Laden nichts passiert. So können wir weitermachen. Weiterverkaufen.

 

In den 1970ern: Claus Reif, 21 Jahre, Gärtner: Ich kann euch sagen, den Bäumen in Stuttgart geht's beschissen. Die Luft ist irre schlecht durch all den Ruß, Staub und die vielen Autoabgase. Über 4500 Bäume sind krank, 1500 davon sind nicht mehr zu retten. Alles wegen der beknackten Umweltverschmutzung!

 

... so geht es weiter bis zur Gegenwart. Insgesamt kommen 24 Personen zu Wort. Dazu gibt es zu jedem Jahrzehnt einen kurzen Überblick, was damals geschah.

Und am Ende des Jahrzehnts werden Begriffe erklärt, z.B. Hupfdohle oder Arschgeweih...


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