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Ist viel trinken wirklich so gesund?

Telefonaktion des Marienhospitals



Quelle: Marienhospital

Stichwort Nierenerkrankungen: Im April hat sich das medizinische Angebot des Marienhospitals nochmals vergrößert. Mit Dr. Sebastian Maus arbeitet erstmals ein Nephrologe, also ein Nierenspezialist, am Zentrum für Innere Medizin II des Stuttgarter Krankenhauses.

Der leitende Arzt des neuen Nephrologie-Schwerpunkts beantwortet am Mittwoch, 15. November von 14.00 bis 15.30 Uhr Anruferfragen zu Nierenerkrankungen. Erreichbar ist er unter der Nummer (0711)6489-2056.

Der Begriff "Urologie" ist den meisten medizinischen Laien vertraut. Was aber unterscheidet den Nephrologen eigentlich vom Urologen? Dr. Maus: "Der Urologe beschäftigt sich mit den ableitenden Harnwegen unterhalb der Nieren, also mit Harnleiter, Blase und Harnröhre. Nephrologen sind Internisten, die auf Erkrankungen der
Niere selbst spezialisiert sind."

Zu den häufigsten Nierenerkrankungen zählt die chronische Niereninsuffizienz. Dabei handelt es sich um eine Nierenschwäche, deren Auftreten durch Bluthochdruck, Diabetes, Gefäßverkalkung oder Infektionskrankheiten begünstigt wird. Das Tückische an der Erkrankung: Der Patient bemerkt sie oft sehr lange gar nicht. "Häufig
entdeckt man sie durch Zufall, wenn der Arzt ein Blutbild macht und der Kreatinin-Wert erhöht ist", so Dr. Maus. Bleibt die Krankheit länger unerkannt, wird die Niere oft so stark geschädigt, dass sie ihrer Stoffwechselaufgabe nicht mehr nachkommen kann, was unbehandelt den Tod des Patienten nach sich ziehen würde.

Der Kranke muss sich dann lebenslang mehrmals wöchentlich einer mehrstündigen Dialyse (Blutwäsche) unterziehen. "Früher galten Nephrologen oft als reine Dialyseärzte. Die Dialyse ist zwar eine segensreiche Einrichtung für Nierenkranke. Unsere Hauptaufgabe besteht aber darin, zu verhindern, dass ein Patient
überhaupt dialysepflichtig wird", so Dr. Maus.

Nicht so häufig wie die chronische- ist die akute Niereninsuffizienz. Akutes Nierenversagen kann durch eine Infektion beispielsweise mit dem Hantavirus ebenso verursacht werden, wie durch einen Harnleiterstein, der einen Harnstau zur Folge hat.

Nierenerkrankungen werden in den nächsten Jahren zunehmen."Zum einen, weil wir immer älter werden und die Nierenfunktion altersbedingt nachlässt. Zum anderen, weil Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck auf dem Vormarsch sind", so Dr. Maus.

Am 15. November beantwortet der Nephrologe Fragen zu allen Arten von Nierenerkrankungen wie: Kann man durch richtige Ernährung Nierenschwäche, Nierenkrebs oder Nierensteine verhindern? Was sollte man tun, um Nierenerkrankungen frühzeitig zu entdecken? Und ist viel trinken für die Niere eigentlich wirklich gesund?


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