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„Tiere für afrikanische Familien“

Projekt an der Vellmenkrippe



Quelle: Vellmenkrippe

Die Mäusegruppe der Vellmenkrippe hat bisher immer alle paar Wochen Brot und/oder Kuchen gebacken und an Eltern, Großeltern, Nachbarn usw. verkauft, um die Gruppenkasse aufzubessern. Am Anfang des Jahres haben wir dies z.B.  gemacht, weil wir (mehr und neue) „Schleich“-Tiere haben wollten. 

Zu Beginn der Fastenzeit hat ein Kind erzählt, daß seine Familie während der Fastenzeit weniger Süßes essen möchte, ein anderes Kind sagte, sie wollen ganz wenig fernsehen. Wir sind zwar eine Kita in freier Trägerschaft (Vellmenkrippe e.V.), aber haben ein religionspädagogisches Profil, daher ist die Fastenzeit auch ein Thema, das im Kindergarten besprochen wird.
Und so haben wir überlegt, ob wir als Gruppe auch fasten können, bzw. wie. Auf Süßes zu verzichten schied aus, denn während der Fastenzeit hatten 3 Kinder Geburtstag, das wäre dann gemein gewesen, da keinen Kuchen zu essen. Ich hatte den Kindern mal erzählt, daß ich einmal eine Ziege verschenkt habe, eine echte. Das fanden sie spannend und irgendwie kamen wir dann darauf, daß es doch eine gute Idee wäre, wenn wir in der Fastenzeit auf neue „Schleich“-Tiere verzichten und dafür echte Tiere für arme Familien kaufen.

Wir haben dann im Internet bei „oxfamunverpackt“ nachgeschaut und ein paar Informationen über verschiedene Tiere und das Trinkwasser ausgedruckt, und schon war der Ehrgeiz bei einigen der "Großen" (Vorschulkinder) geweckt! Quirin meinte, das allerwichtigste sei Trinkwasser, denn ohne Wasser geht gar nichts- er hat ja auch so recht!

Und dann fanden alle Ziegen und Schafe sehr nützlich, das mussten wir also auch hinbekommen. Der Esel hat ihnen einfach so gefallen, und die Vorstellung, einer Familie so ein großes Tier zu schenken, fanden die Jungs auch klasse, während die Mädchen mehr für Hühner waren- denn ein gekochtes oder gebratenes Ei schmeckt ja auch sehr lecker!

So haben wir also begonnen, verschiedene Brote und Kuchen zu backen- vom Kartoffel- über Sonnenblumenbrot  bis hin zu Schoko-Bananen-Kuchen. Einmal die Woche wurde morgens gebacken und am Nachmittag von den Kindern verkauft. Die ersten Male waren wir schnell ausverkauft, also haben wir dann immer mehr von allem gebacken. Die Jungs haben beim Verkauf auch immer darauf hingewiesen, daß man auch gerne mehr geben könne, als das Brot kostet, denn es sei ja für einen wichtigen Zweck! Infos über die Aktion haben wir immer dazu ausgelegt oder aufgehängt.

Die Kinder wollten dann auch immer wissen, ob das Geld nun schon für den Esel oder das Trinkwasser reicht, also haben wir eine Art "Meterstab" aus Papier gebastelt,, der immer soweit angemalt wurde, wie die aktuell erreichte Summe war, und für jedes Tier bzw. das Trinkwasser entsprechend lange Papierstreifen, so daß die Kinder diese hintereinander auf den "Meterstab" legen konnten und sahen, was wir schon alles erreicht haben. Dies steigerte mit der Zeit auch den Ehrgeiz aller, noch mehr zu schaffen...
Am Ende hatten wir gute 250 Euro erreicht, eine stolze Summe. Und so konnten wir einen Esel, ein Zicklein, ein Schaf, eine Hühnerfamilie, ein Bienenvolk und Trinkwasser für 100 Menschen "kaufen"!

Die Kinder waren und sind sehr stolz darauf und deshalb durften die  Mäusekinder, die sich am meisten engagiert haben, auch mitkommen und das Geld persönlich im oxfam-shop abgeben.

Vellmenkrippe, Vellmenstr.1, 70199 Stuttgart


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