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Sepharad in der Matthäuskirche

Musikalische Gestaltung des Gottesdienstes



Quelle: Ev. Matthäuskirche

Am Sonntag, 9. Juli, um 19 Uhr findet in der Matthäuskirche der Abendgottesdienst „Matthäus feiert“ mit dem Kammerchor und dem Thema spanisch-jüdische Folklore statt. „Sepharad“ ist der hebräische Ausdruck für „Spanien“.

Sepharden nannten sich die Juden, die seit unserer Zeitenwende in Spanien siedelten. Dort liegen die Wurzeln dieser Musik, die zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert eine einzigartige Symbiose aus muslimischer, christlicher und jüdischer Kultur entwickelte. Ihre Sprache, an einem altspanischen Dialekt orientiert, hat hebräische, arabische, französische, türkische und italienische Begriffe aufgenommen. Man nennt sie Ladino.

Die Sepharden wurden 1492 aus Spanien und Portugal vertrieben. Ihre Musik wurde und wird weltweit mündlich tradiert, und hat weiter Elemente der verschiedensten Regionen und Kulturen aufgenommen. Ab Mitte des letzten Jahrhunderts erst wurde sie schriftlich fixiert.
(Aus dem Vorwort der Noten-Ausgabe von Alon Wallach)


Alon Wallach, der Komponist bzw. Arrangeur der vorliegenden Sammlung, wohnt in Kaltental und ist 1. Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Jüdischer Kultur. Die Tradition der Sepharden aus seiner Heimat Israel, dazu westeuropäische Musikelemente und Jazz führten ihn zu einem einzigartigen Musikstil. Der Kammerchor wird mit einigen Arrangements einen Einblick in die Verschiedenheit der musikalischen und textlichen Einfälle dieser uns wenig bekannten Lebenstradition geben. Teilweise werden die Sätze von einer kleinen Kombo begleitet, die Alt-Solistin Seda Amir-Karayan nimmt die  solistischen Partien wahr.

 


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